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#23 Julia Engel / jakreika

Künstlerin

Soul Sister Interview von Dezember 2025

1. Wer bist du und warum bist du hier?

Hej – ich bin Julia. Ich bin Künstlerin, freiheitsliebend, ich liebe Schamanismus, der meinem Wesen so sehr entspricht und mir das Gefühl von Zuhause gegeben hat. Ich bin Partnerin, zweifache Mutter von Kindern, die mich so viel lehren. Zudem liebe ich als „frühere“ Sprachwissenschaftlerin auch das Schreiben immer noch sehr und setze mit meinem kleinen Label jakreika gerne meine vielen Ideen um. Am liebsten in kreativen Projekten, die mein Schreiben und mein Malen vereinen: So zum Beispiel meinen Jahreskreiskalender und mein Kartenset zu den weiblichen Archetypen. 

Außerdem halte ich gerne Workshops zu Themen, die mich bewegen: Zum Zuhause finden in sich, zur „inneren Hexe“, zur Wintersonnenwende. Immer geht es dabei darum, sich selbst wieder besser kennenzulernen, unsere innere Freude, unser Leuchten wiederzuentdecken und das eigene Fühlen zu stärken, es einfach zu üben! – In einer Welt, in der wir vieles lernen, aber ganz wenig dazu, mit Gefühlen und der eigenen Intuition umzugehen. Eine große Rolle spielt für mich auch die Kraft, die sich im Kreis entfaltet – wie viel wir doch voneinander lernen können! 

2. Was bedeutet für dich «weibliche Magie»?

Weibliche Magie bedeutet für mich eine unglaubliche Kraft zur Transformation! Wie oft wir uns wandeln können in einem einzigen Leben! – Und häufig, finde ich, ist diese Transformation eine Entwicklung hin zu mehr Weiblichkeit. Vielleicht, weil viele von uns diese weiblichen Strukturen nicht von Haus aus erfahren – und sich den Weg dorthin erst suchen müssen. Weibliche Magie ist für mich außerdem, anderen mit einer explizit weiblichen Kraft zu begegnen. Dabei beschäftigen mich Fragen wie: Wie können wir als Frauen führen? Wie unseren eigenen weiblichen Weg in Gemeinschaft gehen? Ganz oft werden diese Fragen nämlich immer noch mit den guten, alten, bewährten Sätzen beantwortet. Und ich denke, jede von uns kann neue, gute Antworten für eine neue, gute Welt darauf geben! 

 

3. Wie fühlt sich das an, wenn man dem Ruf seiner Seele folgt? 

Dem Ruf meiner Seele zu folgen ist für mich gleichermaßen selbstverständlich wie absolut neu. Selbstverständlich, weil ich schon als Kind viel über den Sinn des Lebens nachgedacht habe. Und insbesondere durch Bücher einen unglaublich schönen Zugang zu Seelenwelten hatte! Zum Beispiel habe ich erst als Erwachsene, nachdem ich mich in Richtung Schamanismus bewegt hatte, herausgefunden, dass mein Lieblingskinderbuch (das übrigens niemand sonst kennt oder kannte) das Buch einer schamanischen Frau war, in dem der Zugang zu diesen Welten beschrieben wird. Ich finde das einfach magisch! Mit einer Freundin habe ich als Jugendliche dann die „Prophezeiungen von Celestine“ gelesen und wir haben uns darüber ausgetauscht. Und auch jetzt, wenn ich darüber schreibe, denke ich mir: Wow, was für ein Glück, dass ich diese Bücher hatte! – Jetzt bin ich etwas ausführlicher geworden, warum sich der Ruf meiner Seele selbstverständlich anfühlt. Warum er sich gleichzeitig auch „neu“ anfühlt? Weil mir ehrlich gesagt lange nicht bewusst war, dass ich meiner Seele folge, gerade weil es so selbstverständlich für mich ist. Dieses Bewusstsein ist das, was es neu macht. Und mit diesem Bewusstsein fühlt es sich nun ganz rund an. Ganz nach mir und so, wie es für mich immer richtig war – immer auch das große Ganze im Blick haben und immer weniger wundern über Entscheidungen, die so gar nicht rational erklärbar sind und diesen auch mehr zu folgen. 

4. Wie schöpfst du Kraft für deinen Weg?

Insbesondere gewinne ich Kraft, wenn ich mich mit mir selbst oder der Natur verbinde. Ein Spaziergang durch den Wald, eine Medizinwanderung gibt mir Kraft. Das Verbinden mit Elementen – manchmal spüre ich geradezu ein Sehnen nach Wasser und Schwimmen oder danach, am Feuer zu sitzen. Aber auch eben genau das zu tun, was gerade wichtig ist! Wenn ich mich Herausforderungen stelle, wenn ich zu dem stehe, was ich für richtig halte – auch das gibt mir Kraft. 

 

5. Hast du ein tägliches Ritual, um dich selbst zu nähren und wertzuschätzen?

Ja, zwei Dinge sind mir mittlerweile ganz ans Herz gewachsen: Zum einen verbinde ich mich, noch im Bett liegend mit mir selbst und schaue, wie es mir gerade geht, was ich brauche: Eine (gedankliche) Umarmung, Verständnis – manchmal auch die bloße Verbindung von mir zu mir. Zum anderen setze ich mich frühmorgens an unseren großen Tisch, zünde eine Kerze an und ziehe eine Karte – das macht mir einfach unglaublich Freude! Kartensets sind so wundervolle Begleiter, finde ich, weil wir selbst uns dadurch Antworten schenken, uns reflektieren können. 

6. Was ist deine größte Angst? Was sind deine «magic tools» wenn die Angst kommt?

Meine größte Angst ... Ich glaube, meine größte Angst ist, gefangen zu sein. In einer Struktur, in einem System leben zu müssen, in dem ich mich nicht ausdrücken kann/darf. Mein erstes «magic tool» bei Angst ist: Sanft zu mir zu sein, Mitgefühl zu haben und den Schritt zu gehen, der gerade möglich ist. Manchmal bedeutet das, mich erst einmal von dieser großen Angst zu distanzieren, Serien zu schauen, ein Buch zu lesen – irgendetwas, was dieses große Gefühl kleiner werden lässt. Mir das zu erlauben, keinen der guten Tipps von anderen zu befolgen, sondern das zu tun, was gerade geht. Das hilft mir unglaublich dabei, mich im nächsten Schritt der Angst zu stellen! Das ist mir ganz wichtig geworden: Mir selbst den Druck nehmen. Es geht ja auch gar nicht darum, wann wir unseren Gefühlen Raum lassen – sondern eben dass! Das zweite «magic tool» klingt wieder relativ einfach, ist aber doch so wirkungsvoll: Aktivität, ein Gang in die Natur. Das relativiert so vieles! Sich als Teil dieser wunderbaren Welt zu erleben und die großen Sorgen ein Stück weit im Wald oder Fluss lassen zu können. 

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7. Was macht eine starke Frau* für dich aus? Nenne 3 Frauen*, die dich inspirieren.

Eine starke Frau ist eine, die gelernt hat oder schon immer wusste, sich selbst zu folgen, sich selbst zu vertrauen. Stark ist für mich auch, die eigenen Seiten, schöne und herausfordernde, annehmen zu können. 

Im Moment inspirieren mich ganz besonders Frauen aus meinem Bekanntenkreis und näherem Umfeld. Zum einen zwei Mütter, die ich kenne und die so in ihrer Präsenz sind, so kraftvoll ihre Familien leiten – und ich denke mir: Wie unglaublich schön ist es, wenn Kinder mit so einer kraftvollen, liebevollen Mutter aufwachsen! Und die Welt kann ja gar nicht anders als wundervoll werden, wenn noch mehr Menschen so ins Leben starten! Also inspirierend ganz im Sinne von: You want to change the world? Go home and love your family. Daran kann man gar nicht oft genug erinnert werden. Frieden im Kleinen zu starten! Zum anderen bin ich unglaublich inspiriert von Frauen, die ihren Wünschen so sehr folgen, die ihr Leben tatsächlich nach Impulsen ausrichten, wirklich losgehen! So zum Beispiel Iris Lilla (www.ocean- vibes.world oder @sharkroomiris), eine ganz bodenständige Frau, die aber einfach so sehr ihrem Weg und ihrer Intuition folgt. Sie baut Trommeln – und als vor einiger Zeit die Haut eines Haifischs „zu ihr kam“ und sie dann daraus eine Trommel gebaut hatte, baute sich eine starke Verbindung zum Hai auf – infolgedessen ist sie dem Ruf des Hais gefolgt, hat ihr Seminarhaus aufgegeben und ist in vielem nochmal ganz neu gestartet. Mir machen solche Geschichten unglaublich Mut! 

Und nicht zuletzt Verena von kuyuy (www.kuyuy.de), die eine so unglaublich schnelle Umsetzerin ist, dass ich immer wieder staune und die mich gerade ganz konkret inspiriert hat, das, was ich will, einfach JETZT zu tun. Wozu warten? 

Ich bin gerade ganz von Dank erfüllt davon, wie sehr wir einfach durch unser Leben, unser Wesen Inspiration sein können! 

8. Was können wir der Welt geben? 

Ich denke, wir können der Welt „unser Leben schenken“, unsere Lebendigkeit! Einfach immer mehr versuchen, zu uns zu werden, unseren Impulsen nachzugehen und damit eben unsere ureigenen Qualitäten in die Welt zu bringen. Weniger „ich hätte gerne“, mehr „ich habe“. Gemeint ist damit nicht, immer mehr zu leisten (obwohl das für einige von uns auch der Weg sein kann) – sondern ganz präsent im eigenen Körper, im eigenen Leben, mit der eigenen Seele zu sein. Was für eine Kraft und Ausstrahlung das hat! Und wenn es dir eben (noch) nicht möglich ist, präsent in deinem Leben oder Körper zu sein, weil etwas darin nicht gut für dich ist – sich auf den Weg zu machen, damit es gut wird.

9. Wie stellst du dir eine weise Frau vor? Beschreibe dich in 30 Jahren. Wer schaut Dir entgegen? 

Eine weise Ältere ist für mich eine, die nichts mehr beweisen will. Sie hat viel gesehen und in ihren Augen ist ein Funkeln, das von einem wirklich gelebten Leben spricht. Im besten Fall schaut mir eine Frau entgegen, die im Frieden ist mit sich. Eine, die Humor hat. Eine, die sich selbst liebt und ihren eigenen Weg geht, solange es nur möglich ist!

 

10. Welche 3 Inspirationen möchtest du anderen Frauen mit auf ihren Weg geben?

Ich habe vor kurzer Zeit „Die unendliche Geschichte“ mit meinen Kindern gelesen. Und dabei ist mir der einfache Satz „Tu, was du willst.“ wieder in Erinnerung gerufen worden. Und genau das mag ich gern weitergeben. Diese unglaubliche Kraft, die darin liegt, im Tun, im Wollen, im Du! Tu, was du willst... Dazu gehört, herauszufinden, was deine tiefsten Wünsche sind – was du wirklich von Herzen willst! Und dann zu überprüfen – sind das wirklich meine Wünsche, oder welche, die an mich herangetragen wurden von meinen Eltern, der Gesellschaft? Als nächstes sich zu trauen, die eigenen Wünsche, mögen sie auch noch so schlecht in dein bisheriges Umfeld passen oder unmöglich erscheinen! - zu verfolgen. Wobei spürst du Freude, wenn du dem nachgehst? Und wenn du schon eine Idee hast, einen Funken eines tiefen Wunsches spürst – dem unbedingt auch ganz pragmatisch Zeit einzuräumen. Was kannst du jetzt tun, um diesem Wunsch näherzukommen? Das kann fürs erste ein Visionboard oder ein Gespräch mit einer unterstützenden Person darüber sein. Oder eben noch konkretere Schritte. Was ganz wichtig ist: Es für möglich halten!! Das ist gerade einer meiner wichtigsten Impulse, den ich an uns alle weitergeben will: Uns selbst da ganz zu vertrauen, dass unsere Wünsche wahr werden können – selbst, wenn nur wir allein daran glauben! Und uns damit unser eigenes Leuchten und Glitzern in die Welt holen, egal wie dunkel die Welt ist.

 

Danke für die Fragen, liebe Larissa! Ich hatte große Freude daran! 

 

 

Über mich:

Ich bin Julia Engel, Künstlerin und Seminarleiterin. Ich setze mit meinem kleinen Label jakreika gerne meine kreativen Projekte um, wie meinen Jahreskreiskalender oder die weiblichen Archetypen als Kartenset. Zudem liebe ich es, Menschen dabei zu unterstützen, sich selbst wieder ein Stück mehr kennenzulernen und vor allem: zu fühlen! Meine Bilder, Projekte und Angebote findest du unter: Jakreika.com oder auf Instagram @jakreika.

Danke Julia, dass Du Deine Gedanken mit uns teilst!

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©2026 by Larissa Aisha Deuter

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